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Re: LinuxworldExpo

To: bolug@xxxxxxxxxxx
Subject: Re: LinuxworldExpo
From: Jörg Prante <joergprante@xxxxxxxxxxxxx>
Date: Mon, 7 Oct 2002 22:34:32 +0200
Am Montag, 7. Oktober 2002 11:33 schrieb Daniel Molkentin:
> On Monday 07 October 2002 11:30, Christoph Lampert wrote:
> >Hi,
> >
> >kann mir jemand etwas zur Linuxworld Expo in Frankfurt erzaehlen?

Träger der "LinuxWorld Expo" ist der US-amerikanische Medienkonzern IDG 
("Computerwoche", "PC World"), der sich wenig um OpenSource/GPL etc. kümmert, 
sondern mit großen Trara-Events zu irgendeinem Thema maximalen Profit machen 
und die Konkurrenz ausschalten will. IDG ist die Nr. 1 in den USA, was 
Computer und Messen angeht. Überall weltweit, wo es gute Linux-Kongresse 
gibt, schießen sofort "LinuxWorld Expo"s wie Atompilze aus dem Boden.

> >Sie taucht bei AMD als Event fuer Entwickler auf.
>
> AMD ist Hauptsponsor der LWE und am Stand werden Fragen recht kompetent
> beantwortet.
>
> >War jemand schonmal da? Oder faehrt dieses Jahr?
>
> Ja, ist ganz nett. Ich kann diese Jahr aber vermutlich nicht da sein.
> Insgesamt versteht sich die LWE als LinuxTag Konkurrenz mit entwas business
> orientierterm Ansatz.

IDG will den LinuxTag plattmachen, mit Geld, Geld und nochmals Geld.
Zitat Phil Hochmuth: "The focus at LinuxWorld Expo proved to be less about how 
open source can save the world from the clutches of powerful vendors wielding 
proprietary software and more about how it can save companies precious IT 
dollars."
http://www.idg.net/spc_937876_812_1-701.html

Und um diese Hemmungslosigkeit im Schulterschluß mit den großen Konzernen 
durchpowern zu können, dazu wird gnadenlos kopiert. Z.B. der Ansatz, Behörden 
und den Staat als eine eigenständige Schiene auf dem Linuxtag zu verankern, 
wurde einfach übernommen - läuft halt in Deutschland gut. Spätestens bei der 
Marketing-Lüge "LinuxWorld Expo ist der größte europäische Linux-Event" wurde 
mir im vergangenen Jahr schlecht. Das würde ich nicht als 
"business-orientierten Ansatz" bezeichnen, sondern einfach als einen 
unglaubwürdigen Ansatz.

Gruß Jörg

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kontakt letzte änderung: 07.10.2002