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Re: Dienste zum 2.

To: bolug@xxxxxxxxxxx
Subject: Re: Dienste zum 2.
From: Aldo Valente <aldo@xxxxxxxxxxxxxxxx>
Date: 12 Oct 2002 11:42:40 +0200
Jörg Prante <joergprante@xxxxxxxxxxxxx> writes:

> Die 127.0.0.1 hat damit nicht viel zu tun. Interessant ist das Senden mit 
> INADDR_ANY. Dann wird nämlich nur die sog. Default-IP-Adresse genommen, und 
> das ist das Interface mit der kleinsten Nummer.

Kleinste Nummer?  Du meinst bei Alias Interfaces?

Ich glaube, ich fasse mal zusammen.

Initiere ich einen Datenfluß, so wird sinnvollerweise meine abgehende
IP Adresse durch das Interface determiniert, durch das das Paket den
Rechner verläßt.  Darauf spielte Jens mit der 127.1 an, denn das ist
eine IP Adresse die genauso viel oder wenig zu meinem Rechner gehört
wie jede andere `eigene'.  Würde ich die jedoch immer als Absender
benutzen wäre dies genauso falsch, wie wenn ich es nie tue.

Habe ich jetzt jedoch zB Alias Interfaces, und deren IP Adressen sind
auch noch im selben IP Netz, so wäre es innerhalb der Alias Interfaces
wahlfrei, welche abgehende IP Adresse ich nehme, und ich denke darauf
nimmt Jörg Bezug.  Eine Anwendung, die hier Einfluß nehmen möchte,
benutzt etwas spezifischeres als INADDR_ANY.


Antworte ich auf eine Anfrage, so nehme ich sinnvollerweise als
Absender die IP Adresse, über die mich mein Paket erreicht hat.

Als `Serverdienst' ist es hier das bequemste, ich binde mich an
INADDR_ANY.  Benutze ich jedoch eine spezifische IP Adresse, so bin
ich nicht gemeint, wenn ein IP Paket über diese Empfängeradresse
meinen Rechner erreicht und ein `Verbindungswunsch' geht erstmal in's
leere.  So lassen zB aktuelle(?) SuSE Installationen sendmail nur auf
127.1 laufen und auch der named will explizit alle eigenen IP Adressen
aufgelistet bekommen.  

Ich habe also auf demselben Port (UDP/TCP) mit einer anderen eigenen
IP Adresse die Möglichkeit ein anderes Programm laufen zu lassen und
das war AFAIR die Frage, die diese Diskussion eröffnet hat.

Wenn ich so darüber nachdenke, so fällt mir auf, das wir unter Linux
in der Routingtabelle nach Interfaces differenzieren und es somit
möglich ist, verschiedenen eigenen Interfaces dieselbe IP Adresse
geben können, es sicherlich jedoch wünschenswert wäre, sich direkt an
das gewünschte Interface zu binden.  Normaler Unix Netzwerkcode läßt
an dieser Stelle jedoch nur die (mehrdeutige) Angabe einer IP Adresse
zu.  Gibt es hier eine andere Möglichkeit?  Kann ich zwei Anwendungen
auf demselben Port/Protokoll, derselben IP aber unterschiedlichen
Interfaces laufen lassen?  Logische Probleme sehe ich nach 5 Minuten
Überlegen nicht, befürchte jedoch das man massiv umbauen müßte.


Aldo

-- 
Spielst Du schon Golf oder hast Du noch Geschlechtsverkehr?
                                            --elwu

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kontakt letzte änderung: 12.10.2002