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Re: schan-user: Fragen zur Arktur-Doku Version 3.x

To: schan-user@xxxxxxxxxxxxxxxxx
Subject: Re: schan-user: Fragen zur Arktur-Doku Version 3.x
From: Reiner Klaproth <klaproth@xxxxxxxxx>
Date: Thu, 10 Aug 2000 13:48:07 +0200
Hallo!

Carl-HeinzBarner wrote:
> Unter 2.4 steht:
> "Dann wird die Netzwerkkarte eingerichtet, damit der Server gleich mit
> allen notwendigen Netzwerkfunktionen starten kann. ..."
> Da kann was nicht stimmen, denn die Beschreibung wie dies geschieht,
> kommt erst im Punkt 3.1
> D.h. was mache ich beim Installieren am Punkt 2.4, wenn ich eine
> PnP-Karte habe ?

Erfahrung:
Alle Netzwerkkarten lassen sich in einen nicht-PnP-Zustand versetzen.
Das sollte man für Arktur tun. Bisher hat sich einzig eine Compex-Karte
strikt geweigert, ohne PnP zu arbeiten.
Wenn es nicht anders geht: Richte zunächst eine einfache NE-2000-Karte
ein mit Parametern, die frei (und üblich) sind: Port 0x300, IRQ=10
und stelle erst später die Werte mit isapnp ein.
In Zukunft wird die isapnp direkt beim Booten ausgeführt, was die
Probleme
beseitigt.
Hinweis: PCI-Karten sind KEINE Plug&Play-Karten!


> 2)
> a) Im Punkt 3.1 wird beschrieben, wie man mit PnP-Karten umgehen soll.
> Man muß demnach die Datei isapnp.conf editieren und kann dort die
> Ressourcen definieren.
> Bedeutet das dann, daß die Zuweisung einer Ressource - z.B. die
> Zuweisung des IRQ 10 - zu einer PnP-Karte eine evtl. andere Zuweisung
> (z.B. IRQ11) die das PnP-BIOS automatisch machte (beim Booten),
> überschreibt. D.h. was im PnP-BIOS automatisch konfiguriert wurde ist
> egal, weil es ja unter Linux mit dem Tool isapnp ENDGÜLTIG festgelegt
> wird und diese Festlegung die PnP-Konfiguration außer Kraft setzt. Ist
> das korrekt ?

Im Prinzip ja. Die Karten kennen einen "vorläufig" und einen
"endgültig"-
Modus. Das BIOS muss immer den "vorläufig"-Modus einstellen.
(WAITFORKEY)

> b) Angenommen, ich habe zwei PnP-Karten (ISDN-Karte und Netzwerk-Karte).
> Sind dann alle zwei Karte in der (gleichen) Datei isapnp.conf aufgeführt?

Ja. ALLE PnP-Karten werden von pnpdump gefunden.

> 3)
> Wird z.B. der Befehl
> root@Arktur# pnpump > /etc/isapnp.conf
> auf der Eingabeaufforderungsebene eingegeben. Wie kommt man auf diese ?

Siehe 2.5: Der Zugang für root

> 4)
> Im Punkt 3.2 wird angegeben, was man tun muß, wenn man mehrere
> Netzwerkkarten am Kommserver installiert hat:
> Verhalten ---> Hardware ---> Ether
> a) muß man dies auch machen, wenn man nur eine Netzwerkkarte am
> Kommserver hat ?

Die wird ja schon bei der Ersteinrichtung eingerichtet.

> b) Warum muß man dies machen ? Man hat doch mit isapnp schon alles
> konfiguriert ?

Mit isapnp werden die Ressourcen zugewiesen (Port,IRQ,MEM,...).
Die Einrichtung hat was mit dem Treiber zu tun, der die Karte anspricht.

> c) Werden mehrere Netzwerkarten zusätzlich noch in der Datei isapnp.conf
> aufgeführt ?

Nur wenn es auch PnP-Karten sind. Bei mehreren Karten empfehle ich
PCI-Karten,
dann regeln sich die Ressourcen von allein.

> 5)
> In unserer Schule haben wir schon ein bestehendes Win NT-Netz mit einem
> NT-Server und 16 Workstations. An dieses Netz will ich nun zusätzlich
> einen neuen Rechner (den Kommserver Arktur) anschließen.
> a) Angenommen, der NT-Server hat die IP-Adresse 192.168.1.100 und die
> Clients gehen von
> 192.168.1.10 -  192.168.1.25
> Muß ich dann die Datei route.conf editieren zu
> 192.169.1.0    255.255.255.0    192.168.1.100
> oder wird das automatisch gemacht ?

Das ist so völlig falsch! Die Clients sind von Arktur direkt erreichbar!
Du hast mit dieser Adresse aber ein Problem, das sich nur mit einem
Trick
lösen läßt.
Drei Varianten:
a) Gib Arktur zwei Netzkarten und schließe das Netz an die zweite Karte
an.
Weitere Räume können später an die erste Netzkarte angeschlossen werden.
Kostet 20-30DM.
b) Du editierst den Nameserver und die resolv.conf - erfordert Erfahrung
c) Du weist der Netzwerkkarte zwei Adressen zu. Klingt komisch, geht
aber
mit Linux. Auch hier ist Erfahrung gefragt, um die /sbin/init.d/network
anzupassen.

> b)
> Die Rechner an unserer Schule haben die IP-Adressen und die Hostnamen:
> 192.168.1.10 -  pc01
> 192.168.1.11 -  pc02
> 192.168.1.12 -  pc03
> 192.168.1.13 -  pc04
> .....
> Diese IP-Adressen will (und muß ?) ich dem Arktur mitteilen.
> Ich kann also DHCP nicht verwenden.
Eigentlich doch. Das Kapitel kommt noch in die Doku.

> Welche Datei muß ich dazu (wie) editieren ?
> (Ich will auch nicht die Hostnamen Aachen, Stuttgart usw. verwenden,
> sondern pc01, pc02, usw.)
Dann müssen die Dateien in /etc/named etwas angepasst werden.

> Was würde passieren, wenn ich zur Verteilung der IP-Adressen DHCP
> verwenden würde?
Das geht - selbst feste Adressen können zugewiesen werden!

> Dann würde der gleiche Rechner zwei verschiedene IP-Adressen haben (eine
> von Arktur zugewiesen mit DHCP und die alte IP-Adresse, die der Rechner
> im NT-Netz hat).
> Das geht doch nicht, oder ?

Das passiert auch nicht. Der Rechner kann nur entweder eine feste IP
haben - dann fragt er auch den DHCP-Server nicht - oder eine dynamische
mit DHCP. Also lass die Adressen fest und trage die Domain nach.

> 6)
> Zu Punkt 3.1 der Doku:
> Warum muß ich
> Verwalten ---> Hardware ---> ISDN
> aufrufen und dort die Port-Adresse und den IRQ angeben ?
> Diese Angaben wurden doch schon in 3.1 mit dem Tool isapnp eingestellt.

Davon weiß aber das System nichts. Die Werkzeuge sind unabhängig
voneinander.
 
> 7)
> Wir haben von der Telecom einen kostenlosen ISDN-Zugang bekommen.
> Unsere ISDN-Nummer heißt:
> 07113655382
> Da die Vorwahl von Esslingen 0711 ist, bedeutet 0711 in der ISDN-Nummer
> wohl die Vorwahl.
> a) Müssen wir also im Punkt 3.3 unter MSN die ISDN-Nummer
> 07113655382
> angeben ?

Nein, nur 3655382.
Unter Hardware -> ISDN -> MSN und ID einstellen 
gibt man die Vorwahl wegen der Kostenabrechnung ein.

> b)
> Heißen die durch Bindestrich - getrennten 3 Teile also:
> 49-711-3655382

Richtig.

> 8)
> Unter Punkt 3.5 muß man die PPP-Verbindung einrichten:
> Angenommen unsere Zugangsdaten bei T-Online sind folgende:
> ISDN-Nummer: 07113655382
> Anschlußkennung: 000174189304
> T-Online-Nummer: 702800013081
> Passwort: mtae
> 
> Muß ich dann in der Beschreibung unter 3.5 folgendes eintragen:
> Telefonnummer: 07113655382
Falsch. Telefonnummer ist 0191011
> Nutzerkennung: 0001741893047028000130810001
> Passwort: mtae
> IP-Adresse des Nameservers: 194.25.2.129
> Zugangsart: ISDN (mit syncPPP)
Der Rest ist richtig.
Kanalbündelung kann man ja sagen - besser
zwei Verbindungen einrichten: t-free und t-kb
WICHTIG: Ein String darf nicht Teil eines zweiten sein,
also "t-online" und "t-online2" geht schief!

> 9)
> Unter Punkt 3.6 werden beim SMTP-Verfahren folgende Angaben verlangt:
> SMTP-Server ( beim Provider):
> Abhol-Verfahren (Pop3, IMAP, ETRN)
> Abhol-Server (beim Provider)
> POP-Kennung
> Passwort
> über welchen PPP-Zugang
> zu welchen Zeiten automatisch
> News-Server (beim Provider)
> Mailgröße (in KByte)
> 
> Was muß ich dort jeweils angeben ? (Wir haben einen kostenlosen
> ISDN-Zugang von der Telecom im Rahmen des Projekts SAN bekommen).

Das ist problematisch. T-Online gibt Dir EIN Postfach, keine
Domain. Melde Dich bei WinShuttle parallel an für den Mailaustausch.

Gruss
Reiner
-- 
Updates und Hinweise zum ODS-Kommserver 
http://www.sn.schule.de/~klaproth
Mail auch: Reiner@xxxxxxxxxxxxx

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