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Re: 2 Monitore

To: bolug@xxxxxxxxxxx
Subject: Re: 2 Monitore
From: Jörg Prante <joergprante@xxxxxxxxxxxxx>
Date: Fri, 02 Sep 2005 02:01:35 +0200
Am Donnerstag, den 01.09.2005, 07:59 +0200 schrieb Miroslaw Dobrzanski-
Neumann:
> Eins stört mich da schon seit langem. Wieso darf ich konfiguration des
> Grafiksystems nicht selber vornehmen sondern immer den Admin (root)
> darum
> betteln?

Nicht alle Programme, die auf die Hardware direkt zugreifen, sind
perfekt. Dazu gehört auch dieses merkwürdige Erbe aus der Frühzeit von
XFree86, als das Projekt noch eine Ansammlung von Server/Client-
Strukturen, Gerätetreiber/Rendering, und Software/Hardware-Capability-
Support war, das eine Mixtur von Root/User-Rechten in freien und
proprietären Modulen erforderlich machte. 

Der X-Prozess muss als Root nur unter ix86-ähnlichen System laufen, auf
Solaris SPARC, Max XDarwin ist das aber nicht so. Grund für den
benötigten Root-User ist der Zugriff auf PCI-Bus und Karten sowie auf
die (kryptischen) Memory-Mappings der ix86-Architektur.

Mit X.org 6.9/X11R7 wird sich das ändern, die weitreichenden Änderungen
in den DRI-Module sind fast abgeschlossen und werden in Gerätetreiber
verlagert, die im Low-Level auf Kernelroutinen zugreifen.
http://wiki.x.org/wiki/ChangesSince68

Der Login kann auch über den Kernel erledigt werden, für einen
Consoleswitch braucht es den User Root nicht, wenn es eine ständig
offene Systemconsole gibt. Die virtuellen Terminals fliegen künftig als
"altes VGA-Relikt" eh raus. Das wurde auf dem Kernelsummit besprochen:
http://lwn.net/Articles/144279/

Jörg



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kontakt letzte änderung: 02.09.2005