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Re: [Schan-user] Firmenlösungen für Unterricht.

To: schan-user@xxxxxxxxxxxxxxxxx
Subject: Re: [Schan-user] Firmenlösungen für Unterricht.
From: hhullen@xxxxxxxxxxxx (Helmut Hullen)
Date: 20 Oct 2010 13:55:00 +0200
Hallo, Mirek,

Du meintest am 20.10.10:

> ich weiß ja, was Arktur uns bedeutet. Ich betreue ihn seit fast 10
> Jahren mit ca. 20 Servern und V.3.3.11a, 4.039a, 4.09a, 4.0RC6 ,
> 3.6.01 ,.5.1.01 Ausführungen. Ich wollte nur die Arbeit an Arktur
> oder Delixs in die folgende Richtung lenken, um ihn attraktiver zu
> machen, was auch Firmen gesehen hatten.

Das ist ja auch lobenswert!
Nur: Firmen wollen (und müssen) mit dem Verkauf Geld verdienen, also  
müssen sie werben. Und das Geld bekommen sie (wenn überhaupt) von den  
Schulträgern, also müssen sie vor allem dort werben.

Und da kann Arktur als "Graswurzel-Projekt" nicht so recht mithalten;  
dort kann punkten, wer im Handelsregister eingetragen ist, wer eine  
Firmen-Visitenkarte vorlegen kann, wer zum Geschäftsessen auf  
Firmenkosten einladen kann.

Wenn ich beim Leiter des örtlichen Schulverwaltungsamts (oder wie das  
auch immer heissen mag) nachfrage, ob ich ihm mal Arktur vorstellen  
dürfe, und wenn ich ihm auf Nachfrage erkläre, "ich betreue das System  
in meiner Freizeit": damit bin ich aus diesem Rennen raus.

Da hilft auch nicht, wenn ich erwähne, dass Arktur immer noch  
Marktführer bei den Schulservern in Deutschland ist.

> Die letzte Firma wirbt
> folgend: "Neues Release von UCS@school in Version 2.4 bietet mehr
> Benutzerfreundlichkeit in den Funktionen zur Unterrichtssteuerung"

Womit auch immer Univention das eigene System vergleicht.

> Alle Firmen punkten damit, dass sie die Benutzerfreundlichkeit in den
> Funktionen zur Unterrichtssteuerung hervorheben!"

Klar - bestimmte Funktionen hat jeder mir bekannte Schulserver. Die  
unterscheiden sich am ehesten in der Buntheit der jeweiligen Oberfläche.

Arktur wird (so meine Einschätzung) nur dann auf Schulträger-Ebene  
durchsetzbar sein, wenn ein als kompetent akzeptierter Berater vor Ort  
sich dafür stark macht. Schliesslich geht es der (jeder) Verwaltung auch  
darum, bei einem etwaigen Misserfolg die Schuld auf einen Externen  
abwälzen zu können.

Aus Linuxtagen in Hessen kenne ich den Ablauf, leider. Der Schulträger  
lässt sich beschwatzen, das System wird (für viel Geld) überall  
eingesetzt, und diejenigen Kollegen, die bisher was Besseres gewohnt  
waren, installieren (durchaus mit Billigung des Schulträgers) an ihrer  
Schule Arktur, weil der brav funktioniert.

Bei der Gelegenheit: in Rheinland-Pfalz wird seit vielen Monaten  
versucht, so etwas landesweit durchzudrücken.

Viele Gruesse!
Helmut

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kontakt letzte änderung: 25.10.2010