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Re: [Schan-user] Scripts: mass_useradd & mass_passwd

To: "Schulen ans Netz - Anwender" <schan-user@xxxxxxxxxxxxxxxxx>
Subject: Re: [Schan-user] Scripts: mass_useradd & mass_passwd
From: Pitt Leidner <pitt.leidner@xxxxxxx>
Date: Mon, 25 Oct 2010 20:06:48 +0200
Hallo Hans-Dietrich,

Am Montag 25 Oktober 2010 18:26:33 Hans-Dietrich Kirmse schrieb:
> Hallo Pitt,
> 
> Am 24.10.2010 23:14, schrieb Pitt Leidner:
> > Hallo Hans-Dietrich,
> > hallo ML,
> >
> > Am Sonntag 24 Oktober 2010 00:12:51 Hans-Dietrich Kirmse schrieb:
> >> [...]
> >> ich kommentiere mal: du hast m.E. noch nicht verstanden, dass Arktur ein
> >> Schulserver ist.
> >
> > Woran könnte ich das erkennen?
> 
> was einen Schulserver (im Gegensatz zu einer normalen Distri) ausmacht:
> 1. die Installation sollte so einfach gestaltet sein (und dabei die
> Eingaben auf das wirklich notwendigste reduziert sein), dass die
> eigentliche Zielgruppe (stellvertretend nimm eine ältere technisch
> unbeleckte Grundschullehrerin) diesen problemlos installieren kann.
>

> 2. die Voreinstellungen sollten so sein, dass der Server sicher ist und
> ein stabiler Betrieb 'out of the box' gewährleistet wird.
> 
Das wäre ja schön! Es würde dann Ja reichen, einfach ein HD-Image auf alle 
Server zu "deployen" und fertig. Leider kenne ich auch heterogene Systeme, 
Hardware die nicht mehr lieferbar ist oder die win7-sei-Dank nicht mehr 
unterstützt wird ... Der Leidensweg könnte auch Jakob genannt werden.

> 3. das dem Lehrern und Administratoren eine 'lehrersichere' Oberfläche
> zur Verfügung gestellt wird.
> 
Wozu? Eigentlich benötigt man die ja nicht; eingerichtet und rennt. Die 
Verantwortung für die paar sicherheitsrelevanten Kleinigkeiten ist der 
"älteren technisch unbeleckten Grundschullehrerin" ja vertraut.

> 4. Das schulspezifische Funktionen durch diese Lösung bereitgestellt
> werden. Beispiel Klassenverwaltung, Projektverwaltung, Deckersscript,
> smbstatus2html ...
> 
OK, das sind mal schöne Forderungen, wenn auch nicht gerade schulspezifische. 

Die Moderne hat uns in mancher Hinsicht längst überholt. Wer speichert seine 
eigenen Daten noch auf einem Server? (der könnte ja im Fehlerfall oder Zuhause 
unerreichbar sein und dann ...) - Klassenverwaltung, genauer die Lehrer und 
Schülerdaten werden inzwischen im KM gehostet. Da reicht es, einmal im 
Halbjahr die Nutzer neu zu importieren, individuelle Daten fallen ja kaum noch 
an, Klassen in dem Sinn gibt es nicht, eher Jahrgänge und Kurse (=^ Projekte).

Das einzige, was bei uns noch Sinn macht ist ein Proxy, der die gehäuften 
Zugriffe in das Internet während einer kursweiten Recherche durch den Cache 
etwas performanter gestaltet. 

> (in der Zwischenzeit sind weitere Anforderungen hinzugekommen, die für
> andere Distris so nicht gelten, aber das sollten die wichtigsten sein)
> 
Ja, ich verstehe Dich da ganz gut. Ich halte eine weitere Forderung für 
wichtig: Beschränkte Finanzmittel bei fehlender Abschreibung. Schulen kennen 
keine AfA. Ansonsten ist für mich ein Schulserver auch nur der PC, der in der 
Schule steht und Serverdienste anbietet, die eigentlich in jedem Netz so 
benötigt werden. "Anmelden, klicken, tippen, serven, speichern, drucken, 
abmelden und isch 'abe Rücken" 


> >> (derzeit Version Arktur4 RC 1), aber ich bin immer
> >> noch nicht zum Kommandozeilenfetischisten geworden.
> >
> > Wodurch wird man zum oder woran erkennt man den und vor allem, was ist
> > denn ein Kommandozeilenfetischist? Ich fürchte mich nicht vor dem Prompt,
> > jedoch liebe ich ihn auch nicht. ;-)
> 
> Ich wollte dir damit nicht zu nahe treten. Diese sicher etwas krasse
> bzw. überspitzte Formulierung sollte nur verdeutlichen, was für einen
> Schulserver keinesfalls als "Standardlösung" gesehen werden sollte,
> sondern eben das genaue Gegenteil. 
>
Vielleicht hätte ich das Script mailen sollen ;-)

> Überspitzt formuliert, alle
> (zumindest üblichen) Aufgaben für den Admin sollten über ein Menü (bei
> Arktur z.B. die sysadm-Shell oder das Webinterface) erledigt werden können.
> 
> >> Will damit sagen,
> >> Arktur ist so konzipiert, dass ein normaler Lehrer (eigentlich
> >> Grundschullehrer) ohne größeren Einarbeitungsaufwand damit zurecht
> >> kommt.
> >
> > Hm, dann verstehe ich nicht, warum ich bisher noch nicht damit
> > zurechtkomme... <Grübel>
> 
> Ich kann nicht für Arktur 5 sprechen, aber Arktur 3.5 hatte (zu seiner
> Zeit - also vor ca. 6 oder 7 Jahren) diesen genügt! 
>
Auch die 3.5 lief auf keinem unserer physikalischen Server oder war das die 
3.6? Mir persönlich ist jede Oberfläche recht. Einen web-root-Server würde ich 
nur mit Prompt administrieren. Web-Interfaces würde ich im Web nie benutzen - 
Schul-intern durchaus, wenn auch mit Unbehagen im Bauch. Ein System 6-7 Jahre 
laufen zu lassen kann ich mir kaum vorstellen, wenn es in irgendeiner Form im 
großen Netz hängen soll.

> Ich sehe (besser
> gesagt ich vermute) auf Grund deiner Mail auch nicht das Problem bei
> Arktur 5, 
>
Doch, denn der neue Server lief bspw. unter openSuse binnen Minuten völlig 
problemlos, CD einlegen, booten, ein paar Eingaben machen, warten, fertig.: 
Web, Raid5, Backup; Hardware funktioniert. Dann schnell bisschen DNS, DHCP, 
Cups, ... Leider klemmt's beim Samba, NFS, ... ;-)
Während unter Arktur (zugegebenermaßen eine 5.x) nichts außer dem Screen und 
der Tastaur funktionierte, keine Intel e1000e, kein Adaptec Raid5, usw..

> sondern in deiner Herangehensweise. 
>
Das denke ich auch. Ich administriere Windows-Server, versuche den Kolleginnen 
und Kollegen die interaktiven Tafeln schmackhaft zu machen und sie für so 
Bähbäh-Programme wie Lo-Net oder gar moodle zu begeistern, Schülerinnen und 
Schülern ihren Umgang mit sozialen Netzwerken zu erläutern, ihnen allen ein 
wirklich schnelles Netz zu bieten und nebenbei noch etwas beizubringen. Leider 
gibt es dazu nur wenig Anleitungen und Arktur ist darin das für mich Neueste   
;-)

> Bitte fasse das nicht als
> Vorwurf auf, aber du hattest nunmal geschrieben, dass man deinen Hinweis
> auf die Scripte kommentieren kann/soll. Das habe ich getan.
> 
Jou, Arktur ist schon eine Grazie - mich hätte jetzt mehr interessiert, wie 
und womit ich die User dann auf einen Rutsch rein bekomme, warum ich alle 
Benutzerstrukturen abändern und sogar die Clients neu benennen muss. Die 
Domäne heißt plötzlich "Workgroup", was ich zuletzt bei Windows 3.1 sehen 
musste ;-) Nun ja, Arktur nähert sich. 

-- 
Mit freundlichen Grüßen

Pitt Leidner

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