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Re: [Schan-user] Arktur + Win 7 + Rembo

To: Schulen ans Netz - Anwender <schan-user@xxxxxxxxxxxxxxxxx>
Subject: Re: [Schan-user] Arktur + Win 7 + Rembo
From: Juergen Engeland <juergen.engeland@xxxxxxxxxxx>
Date: Fri, 29 Jun 2012 09:09:10 +0200
Hallo miteinander,

die Lizenzüberwachung ist ein wesentlicher Unterschied zwischen MS
Office 2010 und Windows 7 gegenüber Windows XP Professional und Office
2003. Andere Mehrwerte kann ich insbesondere für den Einsatz in der
Schule schwer erkennen. Dass MS Office 2007 und 2010 die Dokumente im
proprietären *x-Format speichern, finde ich in der Praxis eher störend.
Leider liefert es manchen Leuten, die "professionell" denken (als
Vertriebsberater?), ein Argument, weshalb man diese Produkte unbedingt
erwerben müsse.

Dabei nimmt Microsoft in Kauf, dass man den IT-Verantwortlichen in
Business und Bildung, die bisher größtenteils brav ihre Lizenzen
verwaltet haben, das Leben in Bezug auf ein rationelles Deployment
schwerer macht - und einige zum Nachdenken über Alternativen bringt, die
auch noch kostenlos sind ...
Hinzu kommt, dass man vieles von dem, was man sich über und für
Benutzerprofile in NT/2000/XP mühsam erarbeitet hat, bei Windows 7 
vergessen kann.

Wer diese Produkte automatisiert verteilen will oder muss, ist am besten
mit KMS-Lizenzschlüsseln beraten.
Als KMS-Server benötigt man leider (wie für dem WSUS) mindestens einen
Windows Server 2003!
http://technet.microsoft.com/library/ff793432.aspx#EO
http://community.certbase.de/blogs/mg/archive/2010/04/30/KMS.aspx

Wenn man die "falschen" Lizenzen bekommen hat, ist Microsoft offenbar
hilfsbereit:
http://social.technet.microsoft.com/Forums/de/windows_Serverde/thread/9c4835c8-c57c-4e45-8b2d-87653564c0fa
Das wird möglicherweise nicht für mit dem PC zusammen erworbene
OEM-Lizenzen gelten.

Für Windows 7 ist natürlich die Aktivierung über das Hesteller-BIOS der
Königsweg. Bei Notebooks wird dies oft so gehen.
Hier wird man auch zuerst dazu gezwungen sein, weil die Hardware von XP
nicht mehr und von Linux noch nicht unterstützt wird.
Die Desktops, die in Schulen eingekauft werden, liegen bislang eher
nicht in dem Preissegment, in dem dies Standard ist.
Für MS Office 2010 ist das Problem damit auch nicht gelöst.

Mich "reizt" dieses Gespann weniger als Edubuntu, Linux Mint,
Desktop4Education ...
Man kann sich ja für unersetzliche Windows-Anwendungen, die auch nicht
mit wine laufen, ein XP im "virtuellen Knast" halten.
Übrigens würde einen dass fast komplett vom Umgang mit unterschiedlichen
Treibern befreien.

Viele Grüße
Jürgen

Am 29.06.2012 07:16, schrieb Reiner Klaproth:
> Hallo!
>
> Am Donnerstag 28 Juni 2012 schrieb Heiner Köster:
>> Rembo + Windows 7
>>
>> - Windows-Aktivierung funktioniert hier nur mit Key im BIOS (also großer
>> Hersteller wie Dell oder HP) und ab Werk aufgespieltem System,
>> hilfsweise Rescue-DVD
> Richtig und die wichtigste Grundlage. Ich habe es mit Fujitsu so laufen.
>
>> - Windows 7 Key und Zertifikat extrahieren
>> z.B. mit http://directedge.us/files/abr/ABRbeta.exe
> Warum? Musste ich nie machen!
>
>> - Platte evtl. wie gewünscht partitionieren und formatieren
> Ich schlage folgenden Weg vor:
> 1. Windows installieren mit der Hersteller-DVD, Partitionierung diesem
> System überlassen. Bei Fujitsu konnte man beim ersten Boot festlegen,
> wie groß die eigentliche Windows-Partition werden soll. Die sollte dann
> nicht zu groß werden, höchstens die Hälfte der Festplatte. Für Windows
> und Programme reichen bei mir 50GB immer aus.
>
> 2. Die üblichen Programme installieren (Firefox, Adobe Reader, LibreOffice,..)
> damit der Client ordentlich läuft. Auch in die Samba-Domäne einbinden.
> Virenschutz nicht vergessen, Windows-Updates...
>
> 3. Jetzt mit Rembo ein Image auf den Server legen.
>
> 4. Auf dem Server die neue Partitionierung der Clients festlegen
> Es müssen mindestens zwei Windows-Partitionen da sein: Eine für das 
> Boot-System (meist 1GB) und eine für Windows selbst. Platz lassen
> für den Rembo-Cache.
> Dann einen Client vom Image aufbauen lassen.
>
> 5. Nach dem Zurückspielen ist das System ist das System in der Regel
> nicht bootfähig. Daher Windows-DVD einlegen und davon booten.
> Im Bildschirm "Installieren" ist unten ein Eintrag: "Reparaturoptionen".
> Diesen auswählen. Das Programm untersucht den Rechner und stellt
> Fehler im Dateisystem fest. Bei mir reichte immer die "automatische
> Reparatur".
>
> 6. Der Rechner ist nun bootfähig. Als lokaler Administrator anmelden
> und diesen Rechner in die Domäne aufnehmen.
> Echtheit von Windows kontrollieren.
>
> 7. Nun von diesem Client ein Image erstellen.
>
> - alle weiteren Clients booten von nun an automatisch richtig, wenn die
> Partitionieren beibehalten wird.
> - Das Maschinenpasswort des Clients an alle anderen Maschinen verteilen
>   (Kann Arktur 5 noch copyntpass ?)
>
> Hinweis: Bei mir ging das Zurückspielen des vorinstallierten Windows 7
> nicht, weil offenbar so viele falsche Rechte im NTFS-Dateisystem steckten,
> dass Rembo mit "not enougt room" stecken blieb. Erst eine Neuinstallation
> von der mitgelieferten DVD half.
>
> Zweiter Hinweis: Finger weg von Microsoft Office. Nach dem Wiederherstellen
> ist Office immer "nicht aktiviert". Hier hilft nur:
> - Office-Lizenz mit KMS-Key kaufen
> - Windows-Server mit KMS einrichten, NICHT in die Domäne nehmen
> - Vom KMS-Server aus die Clients nach JEDEM Zurückspielen wieder
>   "aktivieren".
> Mit LibreOffice kann man sich das alles sparen. Aber meine Kollegen wollten 
> auf den Lehrer-Laptops auf keinen Fall auf M$-Office verzichten...
>
> Viel Spaß beim Probieren!
> Reiner
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