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Re: [Schan-user] Arktur neu aufsetzen -> welche Dateien kann ich umziehe

To: Schulen ans Netz - Anwender <schan-user@xxxxxxxxxxxxxxxxx>
Subject: Re: [Schan-user] Arktur neu aufsetzen -> welche Dateien kann ich umziehen?
From: Juergen Engeland <juergen.engeland@xxxxxxxxxxx>
Date: Mon, 28 Jan 2013 23:32:26 +0100
Hallo Andrea, hallo Daniela,

wenn Du mit irgendeinen Linux auf irgendeine andere Hardware umziehen
willst, gibt es eine Methode, die immer funktioniert, wenn der Treiber
für den Festplattencontroller des Zielrechners im Kernel eingebunden ist.

Bei Arktur ist Helmuts Strategie, möglichst "alle" Treiber in einen
monolithischen Kernel einzubacken von Vorteil - insbesondere, wenn
jemand keine Erfahrung damit hat, eine initrd mit seinen speziellen
Treibern zu erzeugen. Als mir doch einmal einer für den DAC960
Raidcontroller fehlte, hat Helmut mir binnen weniger Stunden einen
Kernel "mit" gebacken.

Man benötigt eine Knoppix-CD und eine externe (oder umbaubare) Festplatte.
Die externe Festplatte sollte mit NTFS und nicht mit FAT32 formatiert
sein, damit die Archivgröße nicht auf 4 GB begrenzt ist.
Notfalls reichte auch eine unbenutzte Partition auf der Zielplatte. Die
müsste man nur in den alten Rechner eingebaut bekommen oder die
Quellplatte in den neuen.

Sichern:
1) altes System mit der CD booten
2) externe Festplatte mounten, z. B. mit mount /dev/sdb1, sie ist dann
unter /media/sdb1 verfügbar
3) zu sichernde Partition mounten, z. B. mount /dev/sda1
4) cd /media/sda1
5) find . | cpio -ov >/media/sdb1/sda1.cpio
("dd" ist dagegen keine gute Idee, "tar" auch nicht, siehe weiter unten)

Wiederherstellen:
1) neues System mit der CD booten
2) externe Festplatte mounten, z. B. mit mount /dev/sdb1, sie ist dann
unter /media/sdb1 verfügbar
3) Zielfestplatten beliebig(!) partitionieren und formatieren
3) wiederherzustellende Partition mounten, z. B. mount /dev/sda1
4) cd /media/sda1
5) cpio -idumv </media/sdb1/sda1.cpio
(die Schalter sorgen für die richtige Verzeichnisstruktur und die
richtigen Rechte - bei "tar" zumindest früher ein Problem)
6) vi /media/sda1/etc/fstab und die Partitionstabelle der unter 3)
vorgenommenen Aufteilung anpassen.

Boot-fähig machen:
Das kann die Arktur-CD bei Arktur am besten!
Für andere Systeme mit grub[2] empfiehlt sich die Super Grub[2] Disk

Das schöne an diesem Verfahren ist, dass Du am Quellsystem nichts kaputt
machst und so viele Versuche hast, das neue zu aktualisieren, wie Du
willst. So habe ich z. B. einen Klon von dem System in Bremen bei mir zu
Hause in einer VM erzeugt.

Ich würde, wenn etwas auf dem neuen Rechner nicht läuft, einfach erst
einmal "drüber installieren".

Daten auf ein "nacktes" System zu migrieren, hat auch meines Erachtens
weniger Aussicht auf Erfolg.

Viele Grüße
Jürgen

P.S.:
Acronis ist für Windows gut, für Linux eher nicht.
"partimage" erlaubt kein restore auf eine kleinere Zielpartition und
kann nicht mit ext4 umgehen.
Die o. g. Methode unterliegt keinerlei Beschränkungen, sie funktioniert
sogar mit Mac OS X ;-)

 



Am 28.01.2013 22:53, schrieb andrea@xxxxxxxxxxxx:
> Hallo nochmal Martin :-)
>
> [...]
>>> Updaten bringt uns dann nicht weiter, wenn die Hardware das Problem ist.
>> Dafür habt ihr ja die neue Hardware, wenn ich das richtig verstanden
>> habe. Und jetzt kann ja erstmal die alte Installation auf einer neuen
>> Platte im neuen Server zum Laufen gebracht werden. Dann updaten (ist
>> übrigens im Normalfall die am wenigsten zeitaufwändige Angelegenheit).
> Dann hab ich Helmut vorhin falsch verstanden. Das klingt plausibel und
> vielversprechend, wenn wir das mit dem bootfähigen Backup hinbekommen!
>
>> Wir hatte übrigens vor etwa einem Jahr genau das gleiche Problem,
>> nämlich dass die Hardware Zicken gemacht hat. Der Umbau in den neuen
>> Server hat das Problem gelöst.
> Und das lässt mich / uns hoffen, dass wir damit das Problem relativ schnell in
> den Griff bekommen.
>
> Viele Grüße
>    Andrea
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kontakt letzte änderung: 28.01.2013