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SchAN-User

Re: [Schan-user] Internetverbindung geht nicht mehr

To: Schulen ans Netz - Anwender <schan-user@xxxxxxxxxxxxxxxxx>
Subject: Re: [Schan-user] Internetverbindung geht nicht mehr
From: Juergen Engeland <juergen.engeland@xxxxxxxxxxx>
Date: Sat, 29 Oct 2016 13:59:36 +0200
Hallo Mirek,

ich bin "nur" Medienverantwortlicher und Administrator.

Als es um die von Dataport und Behörde geforderte Verbannung von XP aus
dem Schulnetzwerk ging, habe ich anhand der (von denen kommunizieren)
Anforderungen von Windows 7 an die Hardware (DualCore, 64-bit, 4 GB RAM)
ermittelt, dass wir ca. 60 unserer älteren Rechner ersetzen müssten und
einen fünfstelligen Betrag für MS Lizenzen ausgeben müsste. Die so
auflaufende Investitionssumme und ein gut funktionierendes Kubuntu samt
Schulungskonzept für die KollegInnen haben den Schulleiter überzeugt.
Als Budget-Verantwortlicher hat er einfach entschieden, dass XP mit
einem - nennen wir es mal - OpenSuSE-NAS mit Time for Kids Schulfilter
durch linuxmuster samt Linux-Clients ersetzt wird - für Null Euro Invest
und meine Arbeit (die mit jeder anderen Lösung wesentlich mehr gewesen
wäre!). In eine LehrerInnenkonferenz darf man solche eine Entscheidung
natürlich nicht tragen. Mit dem Geld von anderen ist die eigene
Bequemlichkeit leicht beschlossen ;-)

Deine Auffassung zu WLAN in der Schule kann ich vor dem Hintergrund der
ohnehin auch bei den SchülerInnen vorhandenen Mobilfunktechnik nicht
teilen. Insbesondere die Diskussion über eine eventuelle zusätzliche
"Strahlenbelastung" halte ich für überzogen. Dies hat jedoch nichts mit
Schan-User zu tun - höchstens insofern, dass viele andere Schulserver
hierfür Lösungen integriert haben.

Mobile Device Management erübrigte sich, wenn die SchüerInnen ihre
eigenen Geräte einsetzten und die pädagogischen Anwendungen sich hinter
einem Einwahlportal im Netzwerk befänden. Was im WWW über das
schuleigene WLAN erreichbar ist, bestimmte der Proxy mit
Jugendscxhutzfilter. Für eine LTE-Flatrate und was ihre Kids damit
anstellen wären die Eltern verantwortlich. Sie sind die Vertragspartner
der Mobilfunkanbieter. Mir ist juristisch nicht klar, was wir hier
überhaupt unterbinden dürften, wenn wir es für angebracht hielten ...
Außerdem: Der "Erfolg" der Alkohol-Prohibition in den U.S.A. in den
1930er ist ja bekannt ;-)

Schuleigene mobile devices will meine Schule vor dem Hintergrund dieser
absehbaren Entwicklung noch nicht beschaffen. Wie wir mit denjenigen
umgehen, die sich keine eigenen mobile devices leisten wollen oder
können(???), wenn es einmal so weit ist, muss noch verhandelt werden.

Gruß Jürgen



Am 29.10.2016 um 11:06 schrieb Miroslaw Wilczak:
> Hallo Jürgen,
>
> hast Du eine Leitende Position in der Schule, dass Du Lehrer 
> und Verwaltung überzeugen konntest auf Linux umzusteigen…?
> Wenn nicht, wie hast Du das gemacht?
>
>
> Heute haben Tablets ein Einzug zur Schulen gefunden, 
> nicht ohne Hilfe der Politik.
> Früher waren Smartboards, die immer noch, 
> wie verzückt gekauft werden auch mit Druck von Außen.
>
> Mein System mit Rembo kann die Tablets nicht mehr betreuen, 
> da sie nur mit WLAN arbeiten und die USB Netzwerkkarten 
> sind nicht mit PXE Funktionalität ausgestattet. 
> So mussten wir eine externe Firma damit beauftragen, 
> da die Verwaltung auf dieser Lösung bestand.
> Die Grundschule ist schon seit acht Monaten mit WLAN AP ausgestattet 
> und die Kids noch mehr von dem Elektrosmog tagtäglich 
> zusätzlich noch in der Schule mitbekommnen. 
> Persönlich bin ich gegen WLAN in Schulen, 
> nachdem ich Berichte über die möglichen Spätfolgen gelesen hatte.
> Es werden leider die Entscheidungen nicht nach Wissenschaftlichen 
> Erkenntnissen
> getroffen 
> sondern nach dem Willen von Politik.
> Es ist schade für uns alle.
>
>
> Viele Grüße
> Mirek
>
>  
>
>> Hallo Frank,
>>
>> angefangen bin ich mit Arktur 4 RC1. Liest sich später, ist 
>> aber früher.
>> Bis 3.5 und 4.0 RC1 war noch die c't im Boot - danach ruhte die
>> Weiterentwicklung mehr oder weniger allein auf Helmuts Schultern ...
>>
>> Rembo habe ich in der Version 5 mal auf einem Windows 2003 Server
>> betrieben. Sehr schön und sehr teuer.
>>
>> linuxmuster liefert mit linbo "out of the box" die für lau nahezu die
>> gleiche Funktionalität - nur die Integration der Windows Clients ist
>> (wahrscheinlich) besser.
>> http://www.linuxmuster.net/
>> Genial ist, dass linbo mit einem ziemlich ausgereiften Ubuntu-Client
>> bestückt werden kann ;-)
>> http://www.linuxmuster.net/wiki/anwenderwiki:linuxclient:defau
>> ltcloop_14.04
>>
>> Windows XP habe ich mit FOG verteilt. Siehe unten.
>> "Meine" Schule ist seit dem legendären 14.04.2014 frei von Windows.
>>
>> Für Windows-Clients ist opsi eine feine Sache.  In linuxmuster könnte
>> man es von Hand integrieren.
>> http://uib.de/de/opsi/was-ist-opsi/
>> https://www.linuxmuster.net/wiki/dokumentation:handbuch:addons:opsi
>>
>> opsi wird auch von Iserv verwendet und ist dort perfekt eingerichtet.
>> https://iserv.eu/
>> Vorteil dieser (wie jeder kommerziellen?) Serverlösung ist, 
>> dass Du die
>> Aktivierung von MS Produkten "denen" überlassen kannst.
>> IServ ist meines Wissens deutlich preiswerter als LogoDidact.
>>
>> Gruß Jürgen
>>
>>
>>
>> Am 28.10.2016 um 21:49 schrieb Frank Becker:
>>> Hallo Jürgen,
>>> danke für die Hinweise und Tipps.
>>>
>>> Ich habe 2006 mit Arktur 3.6 angefangen und bin heute noch 
>> mit der Version
>>> 5.3.02a unterwegs.
>>>
>>> Ich tendiere bei einem Wechsel zu Rembo/Logodidact.
>>>
>>> Einziger Grund ist, das ich das Verfahren schon seit 2009 kenne.
>> 2007/2008
>>> Und sich damit die Einarbeitungszeit hoffentlich in Grenzen hält.
>>>
>>> Linbo hatte ich mit Helmut vor 1,5 Jahren noch versucht in 
>> Arktur zum
>>> Laufen zu bekommen.
>>> Den Versuch haben wir dann abgebrochen.
>> In Bremen hatten wir mit FOG Erfolg. Das wäre in Deine Umgebung
>> übertragbar, aber ich würde es wie Helmut von Anfang an 
>> bevorzugte, auf
>> einem dedizierten Server und damit auch unabhängig vom (zunehmend
>> veralternden) Arktur implementieren.
>> https://fogproject.org/
>> http://alp.dillingen.de/schulnetz/materialien.html
>> FOG ist simpel und erfordert weniger Einarbeitung als linbo - 
>> aber wenn
>> Du Rembo kennst ...
>> Auch mit FOG kann man Linux verteilen, allerdings nicht so 
>> cool wie mit
>> linbo.
>>> Viele Grüße,
>>> spätestens bis zur nächsten Katastrophe
>>>
>>> Schönes Wochenende,
>>>
>>> Frank
>>>
>>>
>>>
>>>
>>>
>>> Am 28. Oktober 2016 um 21:19 schrieb Juergen Engeland <
>>> juergen.engeland@xxxxxxxxxxx>:
>>>
>>>> Hallo Frank,
>>>>
>>>> die Kämpfe mit der Internetverbindung bei Arktur habe ich 
>> einige Jahre
>>>> hinter mir. "Mein" Arktur (zuletzt 5.3.05) mit XP-Clients 
>> ist imFrühjahr
>>>> gegen ucs@school und Windows 8 ausgetauscht worden und ich 
>> bin damit
>>>> raus. In der eigenen Schule in Hamburg setzen wir auf linuxmuster.
>>>>
>>>> Die Netzwerkkonfiguration mit sysadm hat ihre Tücken. Man 
>> muss wirklich
>>>> nach jeder Änderung booten. Also nach dem Austragen einer 
>> Verbindung
>>>> einmal und nach dem Eintragen wieder.
>>>> Die externe Verbindung wird auch dann bei Internetverbindungen
>>>> eingetragen, wenn ein Router davor ist, der die eigentliche Einwahl
>>>> besorgt - nicht nur, wenn sie wie früher direkt auf das 
>> (DSL-)Modem oder
>>>> die ISDN-Karte geht. Die zugehörige Karte darf keinesfalls bei
>>>> Netzwerkverbindungen eingetragen sein.
>>>>
>>>> In Bremen habe ich sehr viel an der Internetverbindung und 
>> dem DNS von
>>>> Hand machen müssen, bis endlich eine stabile Lösung 
>> gefunden war, weil
>>>> Arktur dort nur eine Netzwerkkarte hatte, intern das Subnetz
>>>> 10.101.246.0/24 verwendet werden musste und der (transparente)
>>>> Jugendschutz-Proxy extern betrieben wurde/wird. Dabei habe 
>> ich einiges
>>>> lernen müssen.
>>>>
>>>> Gruß Jürgen
>>>>
>>>>
>>>>
>>>> Am 28.10.2016 um 16:32 schrieb Frank Becker:
>>>>> Hallo Jürgen, Hallo Andreas,
>>>>> vielen Dank für eure heutige Unterstützung.
>>>>>
>>>>> Jubel, Jubel, Jubel !!!!
>>>>>
>>>>> wir sind wieder online.
>>>>>
>>>>> Mir wurde schon etwas komisch.
>>>> Kann ich nachvollziehen.
>>>>> Woran es nun lag mag ich nicht beurteilen.
>>>> Ich ahne es ungefähr ...
>>>>> Ich habe vorhin dann den alten Systemzustand vom letzten Berliner
>>>> Schultag
>>>>> vor 14 Tagen wieder hergestellt.
>>>> Holzhammermethode, aber wenn's hilft ... Hätte ich in Deiner Lage
>>>> vielleicht auch gemacht.
>>>> Ein Backup von heute hättest Du ja auch, falls es eine 
>> schlechte Idee
>>>> gewesen wäre ;-)
>>>>> Die vermutlich defekte ausgetauschte Netzwerkkarte von 
>> heute Morgen, war
>>>>> Baugleich (com3 905 Family....)
>>>> Weshalb das Backup läuft. Bei den Internetverbindungen war 
>> dort bereits
>>>> das richtige Modul 3c90x eingetragen und bei 
>> Netzwerkverbindungen nur
>>>> 8139too.
>>>> Die 3c590 lief so weit ich mich erinnere in Linux nicht 
>> vernünftig -
>>>> oder hast Du in der ersten email nur vertippt?
>>>> http://www.phy.duke.edu/~rgb/brahma/Resources/beowulf/
>>>> linux/drivers/vortex.html
>>>>> Es reicht leider nur zur Systembetreuung, meine administrativen
>>>> Fähigkeiten
>>>>> sind zu dünn.
>>>> Mach Deine Selbsteinschätzung nicht von dieser 
>> Stolperfalle abhängig.
>>>> Ich weiß es doch auch nur, weil ich darauf reingefallen bin ;-)
>>>>> Also habt nochmals Dank!
>>>>>
>>>>> Internette Grüße
>>>>> Frank aus Berlin
>>>>>
>>>>>
>>>>>
>>>>> Am 28. Oktober 2016 um 15:51 schrieb Frank Becker <
>>>>> pckinderakademie@xxxxxxxxx>:
>>>>>
>>>>>> Hallo Andreas,
>>>>>> vielen Dank für deinen Ansatz.
>>>>>> Ich habe mir für s Wochenende schon mal den Schlüssel besorgt.
>>>>>>
>>>>>> Na da werde ich mal loslegen.
>>>>>>
>>>>>> Bis später, habe noch was anderes abzuarbeiten.
>>>>>> Melde mich wieder.
>>>>>>
>>>>>> Viele Grüße
>>>>>> Frank
>>>>>>
>>>>>> Am 28.10.2016 15:44 schrieb "Andreas Garten" <andgar@xxxxxx>:
>>>>>>
>>>>>>> Hallo Frank,
>>>>>>> ich würde nicht gleich das Kind mit dem Bade 
>> ausschütten und das Update
>>>>>>> erstmal nicht drüberbügeln. Wer weiß, was dadurch an 
>> anderer Stelle
>>>>>>> geändert wird.
>>>>>>>
>>>>>>> Mein Ansatz wäre:
>>>>>>> - In der Fritzbox den DHCP-Server deaktivieren und die 
>> IP der Fritzbox
>>>>>>> manuell auf eine "Arktur-ungefährliche" IP einstellen, 
>> beispielsweise
>>>>>>> 192.168.16.1.
>>>>>>>
>>>>>>> - Die MAC-Adressen der Karten in Arktur notieren 
>> (stehen meist auf den
>>>>>>> Karten drauf).
>>>>>>>
>>>>>>> - Im Sysadm-Menü alle Netzwerkkarten und 
>> Internetanbindungen löschen,
>>>>>>> anschließend neu booten
>>>>>>>
>>>>>>> - Die Internetverbindung neu einrichten, als DNS und 
>> Gateway habe ich
>>>>>>> bei uns die IP der Fritzbox eingetragen. In wieweit die 
>> Google-DNS-IP
>>>>>>> hier besser ist kann ich nicht beurteilen. Die Karte in 
>> Arktur bekommt
>>>>>>> die 192.168.16.2.
>>>>>>>
>>>>>>> - Die Netzwerkverbindung einrichten, sollte sie vom 
>> Standard abweichen.
>>>>>>> Neu booten.
>>>>>>>
>>>>>>> Per ifconfig kannst Du ja prüfen, ob die Karten (MAC) 
>> den richtigen
>>>>>>> Anschlusskabeln zugeordnet sind. Ggf. umstecken.
>>>>>>> Die aktuelle Einstellung sollte mit "co ether" , aufgerufen in
>>>>>>> /etc/Systemverwaltung, ersichtlich werden.
>>>>>>>
>>>>>>> Viele Grüße
>>>>>>>  Andreas
>>>>>>>> =================================================
>>>>>>> Am 28.10.2016 um 15:17 schrieb Frank Becker:
>>>>>>>> Hallo Jürgen,
>>>>>>>> könnte denn vielleicht ein Update von der Arktur CD 
>> helfen wieder
>>>>>>> online zu
>>>>>>>> kommen?
>>>>>>>>
>>>>>>>> Viele Grüße
>>>>>>>> Frank
>>>>>>>>
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